Atelier- und Galeriehaus Marianne und Hans Friedrich Defet Stiftung
HISTORIE

Zur Geschichte der Gebäude Gustav-Adolf-Straße 33 / Leopoldstraße 71
In sechs Bauabschnitten und einer Zeitspanne von fast 50 Jahren entstand der heutige Gebäudekomplex Gustav-Adolf-Straße 33 / Leopoldstraße 71.
Bis Mai 2006 war er Produktionsstätte und Firmenareal der Künstlerpinselfabrik da vinci – über Jahrzehnte auch Domizil der Galerie Defet...
Bis nach Schweinau und St. Leonhard hinein beherrschten Kleingärten das Bild – noch bis Ende der 50-er Jahre – und das heute dicht bebaute Gebiet.


1959 erwarb die damalige Defet KG ca. 1.500 qm Grund und errrichtete ihr erstes, bescheidenes Betriebs- und Bürogebäude. Mit der Realisierung des zweiten Bauabschnittes konnte auch die Idee, jungen Künstlern ein kleines Forum zu schaffen, realisiert werden, zumal die inzwischen expandierende Firma in der Lage war, einem Akademieabgänger eine Reise zu ermöglichen, durch ein Stipendium.


Im Herbst 1965 fand im Empfangsbereich die erste Ausstellung statt. Gezeigt wurden Federzeichnungen und Aquarelle, die der junge Werner Knaupp von einem Aufenthalt in der Sahara mit nach Hause brachte. Kein geringerer als Horst Antes – der sehr von den Knaupp-Blättern beeindruckt war – eröffnete die erste Ausstellung.

Im Laufe der Jahre schlossen sich viele weitere Präsentationen an. Sie reichten teilweise bis in den Fertigungsbereich der Pinselfabrik hinein. Nicht nur bildende Künstler fanden in diesen Jahren ein Forum, sondern auch Literaten und Musiker.


Im Dürer-Jahr 1971 wurde mit einer großen Baumaßnahme das heute noch bestimmende Gebäude errichtet, mit Galerieräumen. Diese Galerie diente zwölf Jahre lang als Ausstellungsort für junge und arrivierte Künstler. Das Ausstellungsprogramm wurde, in dieser Zeit durch neu entstehende Strömungen, wie Happenings und Performances bereichert. Parallel präsentierte die Galereie Defet “ihre“ Künstler auf den Kunstmärkten Basel und (später) Köln.

1982 expandierte die Pinselfabrik weiter und bezog alle Räume mit ein, einschließlich die der Galerie. Wenige Jahre später schloß ein weiterer Bauabschnitt die letzte freie Fläche zur Gustav-Adolf-Straße hin. Deshalb bezog die Galerie Defet 1983 das neu errichtete Gebäude, Gerhart-Hauptmann-Straße. Die große Freiflächen bieten Präsentationsmöglichkeiten für Skulpturen.

Die Galerie präsentiert ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Defet. Besucher sind herzlich willkommen – bitte nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung (0911 / 614295).

2006 bezog die da vinci Künstlerpinselfabrik den neuen Firmensitz im nahe gelegenen Tillypark. Das frei gewordene Gebäude in der Gustav-Adolf-Straße 33 / Leopoldstraße 71 wurde renoviert und den Erfordernissen eines Atelier- und Galeriehauses entsprechend umgebaut.


Inzwischen beherbergt das Atelier- und Galeriehaus Defet 18 kreative Köpfe und drei Galerien.
Auch die Galerie Defet ist wieder dort vertreten. Sie zeigt Neuerwerbungen und Arbeiten aus der Sammlung Defet während der Öffnungszeiten – und nach vorheriger Anmeldung (Telefon: 09 11 / 3 66 91 52).


Am 1.Oktober 2006 wurde das Atelier- und Galeriehaus Defet feierlich eröffnet. Was zunächst nur eine kühne Vision von Marianne und Hansfried Defet war, ist in erstaunlich kurzer Zeit Realität geworden. Aus dem umgebauten Fabrikgebäude der da vinci Künstlerpinsel GmbH entstand ein Zentrum für kreative Kräfte, das Kunstvermittler und Kunstschaffende unter einem Dach vereint. Damit wird das kulturelle Leben der Stadt Nürnberg um einen wichtigen Anziehungspunkt bereichert.

Thomas Baumgärtel zeichnete das Atelier- und Galeriehaus Defet, die Oechsner Galerie und den Kohlenhof Kunstverein e.V mit einer Banane aus.

„Die Banane ist der „Pour le Merite“ der Kunst“ schrieb 1997 Marianne Sperb in der Mittelbayerischen Zeitung. Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid (Kunstzeitung) ist sie gar lieber als das Bundesverdienstkreuz oder ein Städtischer Kulturpreis.
Nun wurde auch das in Nürnberg neu eröffnete Atelier- und Galeriehaus Defet sowie die dortigen Galerien Defet und Oechsner, wie der Kunstverein Kohlenhof e.V. mit der Baumgärtel-Banane ausgezeichnet.

Seit 1986 sind viele der besten Kunstorte weltweit mit der Spraybanane durch den Kölner Künstler Thomas Baumgärtel vernetzt worden, ca. 4000 Orte von Köln über New York, Basel, Berlin, London, Moskau, Wien u.a. Baumgärtel hat jeden Ort von Anfang an fotografiert - sein Archiv enthält mehr als 5000 Fotos von Museen, Galerien, Kunstvereinen und alternativen Orten.

Baumgärtels Bananen, Geschenke an die Kunstinstitutionen, bilden auf einer zweiten Ebene die größte globale Präsentation eines Werkes eines Künstlers - eine gleiche Arbeit hängt gleichzeitig in tausenden der interessantesten Galerien und Museen der westlichen Welt.
Baumgärtel setzt sein Zeichen bewußt wie einen psychologischen Test in der Kunstszene ein. So wie die Auserwählten mit der Banane umgehen, so gehen sie auch mit der Kunst um, so das Fazit und die Erfahrung des Künstlers. Seine Spray-Banane ist mittlerweile weltweit zum Qualitätssiegel und inoffiziellen Logo der Kunstszene geworden.

www.bananensprayer.de